Garbage in, Garbage out!

Viele Tester dürften diesen berühmten Ausspruch kennen:

Garbage in, Garbage out!

Er spricht mir manchmal aus der Seele. Es gibt immer wieder Momente, wo ich Software oder Projekte einfach nur in die Ecke werfen möchte und den Raum mit einem “Macht Euren Sche…. doch allein!” davonstürmend verlasse.

Warum eigentlich? Die Anwort ist ganz einfach.

Viele Softwareentwickler verlassen sich einfach blind darauf, dass es jemanden gibt, der nochmal drauf schaut. Da bekommt man Softwareruinen zum Testen vorgesetzt, die nicht mal die Qualität eines Prototypen haben. Die ersten Klicks, die ersten Blicke auf den Code sagen schon alles und fördern eine Handvoll offensichtliche Fehler zu Tage. Man muss sich nicht mal anstrengen.

Natürlich gibt man die Ruine mit freundlicher Mahnung zurück und bekommt später das Feature um die gefundenen Fehler behoben, dafür um weitere Fehler angereichert zurück. So geht das Spiele eine Weile, der Projektmanager stellt sich stur, der Termin zählt und zum Schluss hat dieses Feature eine Endqualität, die man eigentlich zur Testannahme erwartet hätte. Danach beginnt das Elend und der Endkunde fördert gnadenlos alles zu Tage und man darf sich die Vorwürfe des Projektmanagers gefallen lassen, warum man diese Fehler nicht gefunden hat.

In diesem Moment argumentiere ich gern mit folgendem Bild:

Wenn das Haus am Anfang nicht von allein stehen will, dann ändert die lange Mängelliste der Bauaufsicht nichts dran, dass zum Schluss das Haus unbewohnbar bleibt, obwohl es steht.

Damit endet mein momentaner Gefühlsausbruch auch schon. Schöne Woche noch.

Photo by Rossco (R & V Photographers) under CC-BY-2.0

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