Unterschied zwischen Visits und Pageviews

Heute habe ich eine Suchanfrage zum Thema “Unterschied zw Visits und Pageviews” entdeckt. Da wir leider keine passende Antwort im Blog haben, soll es jetzt glatt eine geben. Kunde ist schließlich König. Hier nun als die Erklärung.

Was ist ein Visit?

Ein Visit ist der Besuch eines Kunden auf einer Webseite. Dabei gilt, dass der letzte Besuch bereits einige Zeit her sein muss, damit dieser neue Besuch als neuer Besuch gilt. Im Ecommerce wird häufig der Begriff Session/Sitzung verwendet. Dieser Begriff ist auch technisch geprägt, denn der Server besitzt interne Strukturen, die Details über den Besuch für eine gewisse Zeit speichern.

Ein Visit entsteht, wenn der Nutzer einen Request an einen Server schickt und als Antwort eine Webseite angezeigt bekommt. Die Anzeige der Webseite ist übrigens der Pageview, dazu aber später mehr. Ein Visit hat mindestens einen Pageview, typischerweise aber mehrere. Zeitlich zusammenhängende Pageviews eines Nutzers bilden damit einen Visit.

Als Beispiel sei einfach mal ein Besuch bei Amazon genannt. Man tippt www.amazon.de ein, bekommt eine Webseite angezeigt und schwupst hat man einen Visit erzeugt. Jetzt bewegt man sich durch den Shop und alles was man macht, fällt unter diesen einen Visits.

Sollte man eine gewisse Zeit nichts machen, also seinen Browser geschlossen haben oder einfach nicht klicken, dann beendet sich der Visit, denn auf der Serverseite werden die Informationen über den Besuch entfernt bzw. inaktiv gesetzt. Abhängig vom Webangebot ist ein  Zeitraum von 30 Minuten bis 24 Stunden möglich.

Wichtige Messgrößen sind die Länge eines Visits (Visit Duration), die Anzahl der Pageviews und der Abstand zwischen zwei Pageviews (Thinktime).

Andere Begriffe für Visits sind: Besuch, Besucher oder Session.

Was ist ein Pageview?

Ein Pageview stellt die Anzeige einer Webseite dar. Ich schicke also einen Request/Anfrage an einen Webserver und bekomme als Antwort eine Webseite, da ich sie sehe, ist das dann der Pageview.

Noch vor kurzer Zeit war für einen Pageview nur ein Request an den Server nötig, der mir eine Webseite lieferte. Mit weiteren Request hat dann der Browser Bilder, CSS und Javascript ergänzt und mir die Seite gezeigt. In der modernen Webwelt ist die Definition Pageview etwas weicher und ungenauer, denn AJAX und moderne Nutzerkonzepte tauschen keine kompletten Webseiten mehr aus, sondern ändern oft nur kleine Teile. Damit haben wir keinen Pageview mehr, sondern nur noch eine Interaction oder eine Action.

Bleiben wir aber einfach mal beim altmodischen Pageview. Ein Pageview wird durch einen Request (technisch) eingeleitet und durch die Antwort (Response) des Servers beendet. Diese Abfolge wird oft auch als Hit bezeichnet. Ein Seite kann nun andere Elemente beinhalten, zum Beispiel Bilder und CSS. Jedes dieser Elemente wird nun wieder mit Request/Response abgewickelt und formt wiederum einen weiteren Hit.

Ein Pageview besteht also aus einem HTML-Teil und vielen eingebetteten Elementen. Jede Komponente und der HTML-Teil verursachen jeweils einen Hit.

Wichtige Messgrößen sind zum Beispiel: Ladezeit der Page, Größe der Seite und Länge der Betrachtung, also die Zeit bis zum nächsten Klick.

Andere Begriffe für Pageview sind: Page Impression, Page Hit und Seitenaufruf.

Fazit

Ein Visit besteht also aus einem oder mehreren Pageviews und hat eine Dauer. Ein Pageview dagegen hat eine Laufzeit und besteht aus Elementen, die selbst als Request oder Hit bezeichnet werden.

Verwirrt? Macht nichts. Einfach in den Kommentaren fragen. Außerdem ist die Begrifflichkeit nicht fest definiert und wird oft leicht anderes verwendet.

Read about visits, page views, sessions and requests in English:

https://blog.xceptance.com/2013/05/14/terms-explained-visits-page-views-sessions-requests-hits/

Wenn sich Proxies einmischen

Wenn sich Proxies in den Datenverkehr einmischen, dann kann das schon mal zu unerwarteten Ergebnissen führen. Hier hat sich zum Beispiel der Datenoptimierer des deutschen Vodafone-UMTS-Netzes eingemischt.

Apache/2.2 Server at foobar.webpack.hosteurope.de Port 80

Wenn man sich eine Software von Vodafone runterlädt (HighPerformance Client), dann kann man den Datenverkehr beeinflussen und dem blöden Proxy sagen, dass er die Finger vom Verkehr lassen soll. Wobei sich damit der Name HighPerformance Client selbst widerlegt.

Dell Email-Abbestellung

Wir haben bei Dell die Marketing-Emails abbestellt, weil es nervte. Die Antwort ist aber mehr als peinlich.

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir Sie als Kunden schätzen und Ihre E-Mail-Adresse auf Ihren Wunsch hin aus der Abonnentenliste gestrichen haben.

Sie haben das Abonnement beendet unter: <hier war unsere Mailadresse>

Die Bearbeitung Ihrer Änderung kann bis zu 21 Arbeitstagen dauern. Deshalb können Ihnen zwischenzeitlich Marketing-E-Mails, die Sie abonniert haben, weiterhin zugesendet werden.

21Tage? Hallo? Muss da jemand eine Karteikarte aus dem Archiv holen und diese in den Aktenvernichter werfen? 21 Minuten wären schon lang. 21 Sekunden wären noch gerade so ok.