Warum nicht jeder IT-Meldungen schreiben kann

Heute berichtet Golem über “Daten von 4,5 Millionen Bankkunden in den USA verloren“. In einem weiteren Satz heisst es dann:

Der US-amerikanischen “Bank of New York Mellon” sind rund 4,5 Millionen Kundendatensätze verloren gegangen.

Wenn man die Meldung liest, dann merkt man, dass hier nicht von Datenverlust im Sinne von “Alles futsch, auch Backups helfen nicht mehr” die Rede ist, sondern von Daten, die sich durch schlichte Unachtsamkeit an anderen, als den vorgesehenen Plätzen befinden.

Der Unterschied liegt darin, dass die 4,5 Millionen immer noch ein Konto mit einem Betrag haben, aber jemand ausserhalb der Bank weiss nun eventuell davon. Im Falle eines Datenverlustes hätten die 4,5 Millionen Kunden kein Konto mehr.

Merke: Überschriften von IT-Artikeln sind oft mehr als irreführend.

Lufthansa Zentralrechner hat gestreikt

Manchmal ist es doch gar wunderlich, dass sich die alten Zentralrechner Architekturen immer noch halten. So hat es letzte Nacht die Lufthansa erwischt, die nach Backuparbeiten ihr IT-Rückrat verloren hatte.

Die Informatiker der Fluggesellschaft hatten eine Routine-Sicherung der Daten gemacht, alles wieder aufgespielt und waren gerade dabei, die Rechner hochzufahren. Da gerieten die Daten im Computersystem kräftig durcheinander.

Mehr dazu bei N-TV.

P.S. Der wirklich Grund würde mich interessieren, denn eigentlich spielt man Backups nicht auf Livesysteme zurück… schliesslich heisst das Ding Backup und nicht Datenrefresh.

Wir jetzt auch

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